Gipfelkreuzkraxler

Das Almenland ist ja mittlerweile weit über die oststeirischen Grenzen hinaus bekannt – wo auch immer die sein mögen. Nicht nur weil es angeblich das größte zusammenhängende und bewirtschaftete Almgebiet Europas sei, sondern auch weil hier die Tier- und Pflanzenwelt ungewöhnlich artenreich ist.

Hier scheinen die Farben satter, oder auch sanfter, je nach Wind- und Sonnenspiel zwischen flauschigen Schäfchenwolken am Himmel, der hier zwischen 1300 und 1500 Metern über Posaidons Heimat zum Greifen nahe ist.

Dann wäre hier noch diese feenhafte, fast unheimliche Stille zu erwähnen. Wer genau hinhört, vernimmt den Klang der Natur, den Lauf der Zeit. In diesen Tagen für viele von uns ein äußerst rares und kostbares Gut, das man übrigens nicht kaufen kann. Manche einsamen Pfade erwecken den Anschein, als seien sie so alt wie die Steine, die sie säumen. Und wenn sie über einen Gipfel führen, wie hier auf der Bründlalm, so ist es ein ungewöhnlich Leichtes, sich vorzustellen: Irgendwo hier oben muss die geheime Wendeltreppe zum Vorzimmer der Götter der Antike führen.

©Foto: Bernhard Bergmann

 

Bernhard Bergmann

Ich sehe mich zuvorderst nicht als Fotograf, eher als Geschichtenerzähler.

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